Europäische Woche der Abfallvermeidung 2020

16.09.2020

vom 21. bis 29. November

Motto „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“

Wir rufen alle Schulen auf, sich an der diesjährigen Woche der Abfallvermeidung zu beteiligen. Gestalten Sie die Abfallvermeidungswoche mit: Präsentieren Sie Ihre Ideen, neue Projekte, organisieren Sie Online-Veranstaltungen oder Diskussionsrunden. Die Anmeldung läuft bis zum 03.11.2020.
 
Was heißt Invisible Waste? Direkt übersetzt würde es „unsichtbare Abfälle“ heißen. Die Abfälle, von denen wir hier sprechen, sind aber natürlich nicht wirklich unsichtbar im Wortsinn, sondern einfach nicht immer für uns auf den ersten Blick erkennbar. Hier sind einige Ideenanstöße, was für Ihre kreativen Ideen unter „unsichtbaren Abfällen“ verstanden werden kann:
 
Produktionsabfall. Bis beispielsweise ein neues Smartphone überhaupt beim Händler landet, hat es bereits viele Abfälle verursacht. Wir freuen uns auf Aktionen, die zeigen, welche Abfälle von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zum Produkt, das wir dann als Verbraucher in den Händen halten, anfallen. Welche Idee haben Sie, wie diese „unsichtbaren Abfälle“ sichtbar gemacht und vermieden werden können?
 
Abfall beim Online Shopping. In zunehmendem Maße erledigen wir unsere Einkäufe online. Der Shutdown im Zuge der Corona-Maßnahmen hat diesen Trend noch beschleunigt. Eine analytische Studie der Freien Universität Berlin zeigt, dass der Online-Handel der Umwelt mehr schadet als der stationäre. Wenn wir bestellen, haben wir oft nur das Produkt selbst im Kopf und denken nicht an den Verpackungsmüll, der durch den Versand der Ware bei uns anfällt. Zeigen Sie uns Ihre Beispiele für „unsichtbaren Abfall“ im Online-Handel und wie er vermieden werden kann.
 
Mikroplastik hat sich unsichtbar, fest und überall in unserem Leben festgesetzt, beispielsweise in Kosmetik, wie in Peelings, Duschgels und Shampoos, wo es als „Schleifmittel“ oder Füllstoff verwendet wird. Das meiste Mikroplastik entsteht sogar als Abrieb der Autoreifen. Mikroplastik begegnet uns auch in Form von Mikrofasern, die sich beim Waschen aus synthetischen Kleidungsstücken wie Fleece und Polyester löst und ins Abwasser gelangt. Zeigen Sie uns Ihre Beispiele für „unsichtbaren Abfall“ durch Mikroplastik und wie er vermieden werden kann.
 
Die Aktionen sollten die Fragen beantworten: Was verstehe ich unter Invisible Waste? Wie kann ich Andere zum Nachdenken über ihre eigenen „unsichtbaren Abfälle“ bewegen, indem ich die Menge an Invisible Waste sichtbar mache, die beim alltäglichen Konsum anfällt? Welche Ideen habe ich, mit denen jeder im Alltag auf pragmatische Weise weniger Abfall verursacht, der nicht auf den ersten Blick sichtbar ist? Wie lebe ich diese Ideen vor?

Anmeldung bis zum 3. November 2020

Dr. Martina Trümper
Institut für Qualitätsentwicklung M-V

Tel.: 0385 588 7725
E-Mail: m.truemper@iq.bm.mv-regierung.de

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